Morning News

Auf Basis aktueller Meldungen und Daten erstellen die Händler der LLB Österreich die täglichen Morning News, die eine prägnante und pointierte Zusammenfassung der wichtigsten makroökonomischen Ereignisse darstellen.

Morning News vom 14.06.2021

Was hat sich seit letztem Donnerstag, als Christine Lagarde einen EZB-Non-Event zu kommentieren hatte, getan? Der Fokus der Marktteilnehmer hat sich noch mehr auf die dieswöchige FOMC-Sitzung ausgerichtet, die US Verbraucherpreisdaten (5 % y/y) schüren hier eine entsprechende Erwartungshaltung, wie auch an einem etwas festeren US-Dollar (EUR/USD bei rund 1,2100) abzulesen ist. Feiertage an den chinesischen Börsen, einschließlich jener in Hongkong, sorgen heute für ein dünnes Geschäft an den asiatischen Aktienmärkten. Die Wall Street hat die Handelswoche mit leichten Aufschlägen beendet. Nachdem der S&P 500 am Donnerstag auf ein neues Rekordhoch geklettert war und auch die anderen Indizes sich in Sichtweite ihrer Allzeithochs befinden, verlief der Handel insgesamt zurückhaltend.

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Morning News vom 10.06.2021

Theoretisch hätte es Christine Lagarde heute Nachmittag in der Hand, die Märkte bei der EZB-Pressekonferenz zu überraschen. Und zwar recht kräftig, sie bräuchte nur von einem früheren Ausstieg aus der ultra-expansiven Geldpolitik (auch "Nullzins-Politik" genannt) schwadronieren. Doch ich fürchte, die Zeit ist noch nicht reif und daher bleibt alle Theorie grau. Angeführt von der Börse in Shanghai zeigen sich die asiatischen Aktienmärkte heute früh freundlich. Die Wall Street hat den Handel zur Wochenmitte mit leichten Abschlägen beendet.

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Morning News vom 09.06.2021

Die Börsen liegen weltweit recht gut, also meistens sogar nahe ihren Höchstständen, die Yields der Staatsanleihen sind, wenn auch dezent, so doch etwas zurückgekommen und der US-Dollar kommt nicht so recht vom Fleck (EUR/USD aktuell 1,2180ish...). Und dennoch liegt das Hauptaugenmerk der Marktteilnehmer (noch) nicht auf der demnächst beginnenden Fußball-Europameisterschaft, sondern auf dem Thema "Inflation".
Auch zur Wochenmitte tut sich bei den Indizes der Aktienmärkte in Asien eher wenig. Die Wall Street hat sich gestern in Zurückhaltung geübt. Während der Dow Jones und der S&P 500 weitgehend auf der Stelle traten, konnte der Nasdaq-Composite leicht zulegen.

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Morning News vom 08.06.2021

Ähnlich wie vor wenigen Wochen ist Ex-Finanzminister Lawrence "Larry" Summers mit der ausgerufenen Zinspolitik des durch kurzfristige Inflationsentwicklungen "Durchschauens" so gar nicht zufrieden und befürchtet ein "Hinterherlaufen" der Fed, das am Ende zu noch drastischeren Zinserhöhungen und ultimativ zu einer Rezession führen könnte. An den asiatischen Aktienmärkten macht sich heute nach den uneinheitlichen Vorgaben der Wall Street im Handelsverlauf Zurückhaltung breit.

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Morning News vom 07.06.2021

Was hat sich denn in den letzten zwei Wochen, also seit meinem Urlaub eigentlich verändert? Die Börsen liegen weltweit recht gut, 10-jährige US-Treasuries rentieren knapp unter 1,60 %, EUR/USD handelt bei rund 1,2150... also kaum etwas. Doch, da gibt es etwas: Rohöl notiert deutlich fester (Brent jenseits von USD 71,-) und die Kommunikation vieler Fed-Mitglieder, aber auch von US-State Secretary Janet Yellen hat sich geändert. Letztere nahm am Wochenende sogar das Wort "Zinserhöhung" in den Mund, mehrere, auch stimmberechtigte, FOMC-Mitglieder sprachen sich angesichts der anhaltenden Konjunkturerholung für ein "Nachdenken" über ein zurückfahren der extrem akkommodierenden Geldpolitik aus. Und doch schwächelt der Greenback. Das liegt daran, dass kaum jemand sicher sein dürfte, wie die Arbeitsmarktdaten zu bewerten sind. Einerseits steigen die bezahlten Löhne deutlich, sinkt die Arbeitslosigkeit, andererseits blieben die neu geschaffenen Stellen bereits das zweite Monat in Folge deutlich hinter den Erwartungen zurück – da ist guter Rat teuer. So einfach, wie sich Lieschen Müller die Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen einer derartigen Pandemie vorstellen mochte, dürfte es wohl nicht werden...

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